
Wenn Sie Untertagebergbau betreiben oder Materialien für die Gebirgssicherung liefern, ist Ihnen dieses Problem sicherlich schon begegnet: Während der Installation drückt der Jumbo-Bohrhammer den Split-Set-Reibungsanker in das Gestein, aber bevor er vollständig eingeführt ist, verformt sich der Bund (das hintere Ende), knickt um oder reißt vollständig auf.
Wenn sich der Bund verformt, versagt der geschweißte Ringflansch und die Domplatte kann nicht bündig an der Gesteinsoberfläche anliegen. Das Ergebnis ist ein unbrauchbarer Anker, ein verzögerter Installationszyklus und eine potenzielle Sicherheitsgefahr.
Viele Betreiber geben sofort dem Bohrfahrer oder dem Druck des Jumbo-Bohrwagens die Schuld. Während ein falscher Vorschubdruck ein Faktor sein kann, liegt die Ursache meist in einer Dimensionsinkompatibilität oder der strukturellen Integrität des Stahls selbst. Hier ist eine fundierte, technische Betrachtung, warum Bundverformungen auftreten und wie Sie diese auf Ihrer Baustelle verhindern können.
Der häufigste Grund für die Verformung von Split-Set-Ankern ist der Versuch, den Anker in ein zu kleines Loch zu zwingen.
Split-Set-Anker basieren auf Reibung. Sie werden mit einem Außendurchmesser hergestellt, der etwas größer ist als das gebohrte Loch. Wenn der Anker eingetrieben wird, komprimiert er sich, und die nach außen gerichtete Radialkraft erzeugt den Verankerungsgriff. Es gibt jedoch eine strenge Grenze, wie stark sich der hochfeste Stahl komprimieren lässt.
Das Problem: Wenn ein 39-mm-Split-Set in ein Loch getrieben wird, das mit einem abgenutzten Bohrer gebohrt wurde (wodurch der tatsächliche Lochdurchmesser auf z. B. 35 mm anstatt der empfohlenen 36-37 mm reduziert wird), wird der Widerstand immens.
Das Ergebnis: Die Schlagkraft des Bohrers schiebt den Anker nicht mehr vorwärts; stattdessen wird die Energie vollständig vom hinteren Ende des Rohrs absorbiert, wodurch der Bund unter dem Aufprall zerdrückt wird.
Die Lösung: Messen Sie regelmäßig den tatsächlichen Durchmesser Ihrer Bohrer. Ein Bohrer, der durch Verschleiß in abrasivem Gestein an Schneidendurchmesser verloren hat, bohrt ein zu kleines Loch. Stellen Sie eine strenge Maßabstimmung zwischen dem Ankerdurchmesser und dem Bohrer gemäß ISO-Normen sicher.
Nicht jeder Stahl ist für Reibungsanker geeignet. Ein Split-Set muss eine hohe Streckgrenze besitzen, um das Gebirge zu stützen, aber auch genügend Dehnung (Duktilität) aufweisen, um sich zu komprimieren und den starken Schlagbelastungen eines Gesteinsbohrhammers standzuhalten.
Das Problem: Einige Lieferanten verwenden spröde, minderwertige Stahlbänder, um Kosten zu sparen. Wenn dieser billige Stahl zu einem Rohr rollgeformt wird, fehlt ihm die notwendige Duktilität.
Das Ergebnis: Wenn der Bohrer auf den Bund trifft, kann der spröde Stahl die Aufprallenergie nicht absorbieren. Anstatt sich leicht zu komprimieren, reißt der Bund oder spaltet sich entlang der Naht.
Die Lösung: Beziehen Sie Ihre Anker von einem Hersteller, der echten hochfesten Baustahl mit nachgewiesenen Dehnungseigenschaften verwendet. Ein zuverlässiges Werk stellt transparente Werkszeugnisse (MTC) zur Verfügung, die die mechanischen Eigenschaften des Rohmaterials belegen.
Das physikalische Design und die werkseitige Bearbeitung des Bundes selbst spielen eine entscheidende Rolle dafür, wie er Stöße verkraftet.
Das Problem: In Betrieben mit schlechter Qualitätskontrolle werden die Enden der Stahlrohre grob geschnitten, ohne eine ordnungsgemäße Fase (Anschrägung der Kante). Wenn der geschweißte Ringflansch außerdem nicht vollständig umlaufend verschweißt ist, entstehen Schwachstellen.
Das Ergebnis: Die unebene Kante erfasst den Bohrhammeradapter ungünstig und konzentriert die Schlagkraft auf einen einzigen Schwachpunkt am Rand, was zu sofortiger Verformung führt.
Um dieses Problem zu lösen und Materialverschwendung zu reduzieren, konzentrieren Sie sich sowohl auf die betriebliche Disziplin als auch auf die Beschaffungsstandards:
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