

Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Herstellung und im Vertrieb von Produkten für geotechnische Verankerung und Bergbausicherung betreiben wir eine eigene Produktionsstätte für Felsanker und Zubehör mit stabiler Serienfertigung. Wir sind Spezialisten für Felsanker, Harzpatronen, Ankerseile, Ankerplatten und kundenspezifische Verankerungsprodukte für Bergbausicherung und geotechnische Verankerungslösungen.
In der Geotechnik erfordern herkömmliche Verankerungsmethoden Bohren, Stabeinführen und Verpressen als separate Schritte – ein langsamer Prozess, der in weichem, zerklüftetem oder nachbrüchigem Gebirge anfällig für Fehlschläge ist. Selbstbohr-Ankerstangen (SDA-Stangen) haben diesen Prozess revolutioniert, indem sie Bohren und Verpressen in einem einzigen, nahtlosen Arbeitsgang kombinieren. Dieser Artikel erläutert den Mechanismus, den schrittweisen Installationsprozess, die Vorteile und die praktischen Anwendungen dieser innovativen Technologie.

Eine selbstbohrende Gebirgsanker-Stange ist ein hohler, mit Gewinde versehener Stab, der die Funktionen eines Bohrgestänges, eines Bewehrungsstabs und eines Verpressrohrs in einer Einheit vereint. Ihr vorderes Ende ist mit einem Einweg-Bohrmeißel ausgestattet, während das hintere Ende gleichzeitig über spezielle Kupplungen mit dem Bohrgerät und der Verpresspumpe verbunden wird. Dieses integrierte Design bildet die physische Grundlage für das gleichzeitige Bohren und Verpressen. Zu den Hauptkomponenten gehören:
Hohlkernstab: Hochfeste nahtlose Röhre für Bohr- und Verpressvorgang.
Einweg-Bohrmeißel: Legierungsmeißel mit Verpressöffnungen an der Spitze.
Dreh-Verpressadapter: Verbindet sich mit dem Bohrgerät und der Pumpe, um eine Live-Verpressung zu ermöglichen.
Kupplungshülsen: Verbinden Stababschnitte mit abgedichteten Gewinden.

Das typische Installationsverfahren für selbstbohrende Ankerstangen ist wie folgt:
Bohrmeißel und Zubehör anbringen.
Bohrgerät positionieren und Ankerstab einspannen.
Bohren beginnen, während gleichzeitig Verpressmörtel gepumpt wird (bei Verwendung des Simultanmodus).
Der Mörtel fließt durch den Hohlstab und tritt durch den Bohrmeißel aus.
Zieltiefe erreichen.
Abschließendes Druckverpressen durchführen.
Platte und Mutter anbringen, um die Verankerung abzuschließen.
Dieser optimierte Arbeitsablauf reduziert die Arbeitszeit und die Baukomplexität erheblich, indem er Drehbohren und Echtzeit-Verpressen nutzt.
Einen geeigneten Bohrmeißel am vorderen Ende des Hohlstabs anbringen.
Das hintere Ende über einen Antriebsfutter (Dolly) mit dem Bohrgerät und über einen drehbaren Verpressadapter mit einer Hochdruck-Verpresspumpe verbinden.
Das Bohrgerät liefert ein Drehmoment von 50–200 N·m, während die Verpresspumpe mit 1–3 MPa in Bereitschaft bleibt.
Bohrgerät aktivieren: Der Stab dreht sich und fährt vor, der Meißel schneidet den Boden oder das Gestein.
Die Verpresspumpe sofort starten. Zementmörtel (W/Z 0,45–0,55) fließt durch den Hohlkern und tritt über die Verpressöffnungen des Meißels aus.
Eine Durchflussrate von 5–15 L/min einhalten, um Verstopfungen zu vermeiden.

Wenn der Mörtel aus den Öffnungen austritt, füllt er das Bohrloch hinter dem Bohrmeißel. Dieser Schritt ist entscheidend:
Wandschutz: Der Mörtel umhüllt den Anker und tritt mit der Bohrlochwand in Kontakt, wodurch eine schützende Hülle entsteht, die das Loch stabilisiert und einen Einsturz in weichem Boden verhindert.
Bohrgutabtransport: Der Mörtel vermischt sich mit dem Bohrgut (Gesteinsmehl und Abraum) und spült es durch den Ringraum zwischen Anker und Bohrlochwand aus.
Vorteile des Nassbohrens: Der Mörtel kühlt den Bohrmeißel und verbessert die Eindringgeschwindigkeit.
Alle 3–6 m Stababschnitte mit Kupplungen hinzufügen, die mit einem Drehmoment von mindestens 300 N·m angezogen werden.
Bohren und Verpressen werden parallel fortgesetzt, bis die Zieltiefe (typischerweise 6–30 m) erreicht ist.
Rotation bei Erreichen der Zieltiefe stoppen und 1–3 Minuten lang weiterverpressen.
Der Mörtel füllt von unten nach oben und verdrängt Luft, Wasser und Abraum.
Stoppen, wenn Mörtel am Bohrkragen zurückkommt oder der Druck sich stabilisiert.
Nach dem Aushärten entsteht ein vollständig verbundener, hochfester Anker.

Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden bietet das gleichzeitige Bohren und Verpressen mehrere Vorteile:
Überlegene Bohrlochstabilität: Ideal für sandigen, schluffigen oder zerklüfteten Boden, bei dem herkömmliche Bohrungen aufgrund von Bohrlocheinsturz oft fehlschlagen.
Außergewöhnliche Verankerungsqualität: Das Verpressen von unten nach oben eliminiert „Verpressschatten“ und gewährleistet eine optimale Verbindung zwischen Mörtel, Anker und Boden, was die Tragfähigkeit erhöht.
Deutlich gesteigerte Effizienz: Eliminiert mehrere Schritte wie Gestängeausbau, Bohrlochreinigung und Stabeinführung. Die Baugeschwindigkeit kann um mehr als 50 % höher sein.
Niedrigere Gesamtkosten: Obwohl die Kosten pro Anker höher sind, machen die Einsparungen bei Arbeit, Zeit und Ausrüstung die Methode kosteneffizient.
Umweltfreundlich: Reduziert Abfall und Lärm und minimiert dadurch die Auswirkungen auf die Umgebung.
Um eine zuverlässige Ankerleistung zu gewährleisten, müssen während der Bauausführung mehrere kritische Faktoren kontrolliert werden:
Ein Wasser-Zement-Verhältnis von 0,4–0,6 einhalten.
Für eine angemessene Viskosität und Abbindezeit sorgen. Zu dünner Mörtel kann auslaufen oder Hohlräume nicht füllen, während zu dicker Mörtel den Hohlstab verstopfen kann.
Kontinuierliches Rühren und Filtern sind unerlässlich, um eine gleichbleibende Mörtelqualität zu gewährleisten.
Einen stabilen Verpressdruck aufrechterhalten, typischerweise 0,5–1,5 MPa, und plötzliche Spitzen vermeiden, die Bodenhebungen oder Bohrlocheinstürze verursachen können.
Bohrgeschwindigkeit, Schlagfrequenz und Vorschubkraft aufeinander abstimmen, um Stabverbiegungen oder das Feststecken der Bohrgestänge zu vermeiden.
Überwachen auf häufige Probleme wie Verstopfungen, Mörtelaustritte oder Verklemmungen.
Stufenweises Verpressen, Verrohrungssysteme und Druckanpassungen als vorbeugende Maßnahmen einsetzen.
Nach dem Verpressen die Mörtelfestigkeit prüfen und Ausziehversuche an kritischen Ankern durchführen, um die vollständige Verankerungsleistung sicherzustellen. Durch sorgfältige Kontrolle der Mörtelqualität, des Einpressdrucks und der Bohrparameter erreichen SDA-Stangen ein sicheres, effizientes und zuverlässiges gleichzeitiges Bohren und Verpressen.

Selbstbohr-Ankerstangen werden häufig verwendet bei:
Vortriebssicherung und Vorausstützung im Tunnelbau
U-Bahn-Aushubverstärkung
Untertage-Bergbauverstärkung
Hangstabilisierung
Fundament- und Bodenstabilisierung
Verhinderung von Steinschlag oder Bodeneinbrüchen
Verpressen in Sandböden und Kieslagen
Dieses System ist hochgradig anpassungsfähig an nahezu jede weiche oder schwierige geologische Bedingung.
Die Technologie des gleichzeitigen Bohrens und Verpressens von selbstbohrenden Gebirgsanker-Stangen stellt eine bedeutende Innovation in der geotechnischen Verankerung dar. Ihr integriertes Design vereint bisher getrennte Prozesse nahtlos und überwindet bautechnische Herausforderungen in komplexen Bodenverhältnissen, während gleichzeitig Effizienz, Qualität und Zuverlässigkeit verbessert werden. Für Projekte, die Hangstabilisierung, Baugrubensicherung oder Tunnelverstärkung umfassen, ist der Einsatz von selbstbohrenden Gebirgsanker-Stangen eine effektive Strategie, um die Sicherheit zu erhöhen und die Bauzeiten zu verkürzen.
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